Der Druck durch Instagram, Facebook&Co

Neulich erzählte ich einer guten Freundin davon, dass ich an einem eigenen Blog arbeite. Sie fragte mich daraufhin, ob mir das neben den Kindern, Job und Sport nicht zu viel werden würde?!

Hmmm... Das ist eine gute Frage. Ich denke das liegt daran, wie man die Sache angeht.

 

Angemeldet bei Instagram bin ich schon lange, aber wirklich aktiv wurde ich erst letztes Jahr. Mit der Zeit kamen dann einige Follower dazu und klar, wenn es dann läuft, hätte man gern mehr.

Mehr von allem.

Mehr Herzchen, mehr Follower und auf einmal ertappt man sich dabei, dass man das Handy viel zu oft in der Hand hat. Man hat den Druck, Bilder posten zu müssen, damit man seine Follower nicht verliert. Man hat den Druck einen tollen Text schreiben zu müssen, um damit möglichst viele Menschen zu erreichen. 

Gleich morgens nach dem Aufwachen-die Augen noch gar nicht richtig auf-nimmt man das Handy in die Hand, öffnet  Instagram und postet ein Bild. Direkt nach dem Aufwachen!!

Im Nachhinein kann ich darüber wirklich nur den Kopf schütteln... Aber ich glaube das kennen mit Sicherheit einige Menschen hier. Dieser Druck, der einem den Spaß am Bloggen nimmt. Dieser Druck, der das Bloggen in einem anderen Licht dastehen lässt. 

Und dann irgendwann kam dann dieser eine Moment. Der Moment, in dem sich meine Einstellung wieder änderte. Quasi einmal auf 0 zurücksetzt, auf Anfang und ich mich fragte, was ich da eigentlich mache...

Du hast 2 wundervolle Kinder, eine tolle Familie, tolle Freunde, einen Job, der dir Spaß macht, Zeit für Hobbys...Und was machst du an vielen Stunden deines Tages? Du hast das Handy in der Hand anstatt die Zeit sinnvoll und schöner mit deinen Lieben zu verbringen...

Ich kann euch gar nicht sagen, wodurch dieser Moment zustande kam... Er war auf einmal da. Ohne einen Auslöser. Es machte einfach nur laut Klick!

Auf einmal konnte ich wieder wach werden ohne diesen Druck gleich auf Instagram aktiv werden zu müssen... Ich konnte in Ruhe wach werden, die Augen öffnen, die Ruhe und das Nichtstun genießen... Einen Kaffee trinken ohne das Handy in der Hand zu haben...

Und dann irgendwann-wenn ich Lust dazu habe- poste ich ein Bild. Und wenn ich mal keine Lust auf ein Foto oder einen Text habe, dann lasse ich es. Ganz ohne Druck, nur mit Spaß an der Sache. Denn das ist es was zählt bzw. warum ich mich bei Instagram, Facebook& Co angemeldet habe. Spaß!

Ich möchte es auch nicht mehr missen, diesen Austausch mit anderen Menschen, die Fotos und Texte meiner Instagram-und Facebook - Freunde...

Ich habe durch Social Media schon viele tolle Menschen kennengelernt und werde es hoffentlich auch weiterhin...

Natürlich bin ich immer noch oft online, ganz ohne kann auch ich nicht, aber ich versuche es zu minimieren. Online zu gehen wenn die Kinder schlafen oder in der Kita sind.

Das klappt aber auch nicht immer... Eine gewisse Sucht hat man ja trotzdem. Nobody is perfect, ich schon gar nicht. ;)

Und genauso wie mit Instagram möchte ich es auch mit meinem Blog handhaben. Es wird hier keine festen Tage gebe, an denen ich etwas veröffentliche. Nur frei nach Schnauze!

Ich möchte mir keine Texte aus den Fingern saugen, nur weil ich es muss, sondern nur weil ich es möchte! Wenn mir etwas auf der Seele brennt und ich Lust und auch Zeit dazu habe, denn neben Job und Familie spielt Zeit natürlich auch eine große Rolle. Das darf man nicht vergessen. Das ist hier kein Beruf, sondern ein Hobby. Es soll einfach nur Spaß machen!

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Julie (Montag, 11 September 2017 22:00)

    Schöner und wahrer Text. Leider erkenne ich mich wieder ... und schaffe es (noch) nicht so recht, mir den Druck zu nehmen, aber ich arbeite daran.
    Alles Liebe
    Julie

  • #2

    Melanie (Mittwoch, 13 September 2017 22:10)

    Vielen Dank dir für deinen lieben Kommentar. Ich drücke dir fest die Daumen,dass du dir den Druck etwas nehmen kannst. Gute Nacht. LG Melanie